Hoch im Norden unterwegs

Ganz oben – im geografischen Sinne – liegt die norwegische Stadt Tromsø. Dieses Juwel befindet sich zwischen dem Nordkap und dem Polarkreis. Die Stadt wird auch „Paris des Nordens“ genannt und zählt rund 40.000 Einwohner.

Dank eines eigenen Flughafens gestaltet sich die Anreise denkbar einfach, saisonabhängig sogar per Direktflug ab Wien. „What to do in Tromsø?” lautet nun die berechtigte Frage: Zuallererst empfiehlt sich ein Spaziergang quer durch die Stadt. Egal ob am Meer entlang oder im Stadtzentrum: Gefühlt alle hundert Meter findet sich ein interessantes Fotomotiv. Es ist eine Frage des Geschmackes, ob man zuerst die lieblichen Bauten oder die kleinen, einladenden Lokale fotografiert. Man fühlt sich sofort wohl, man muss die Stadt einfach mögen. Ebenso sympathisch sind auch die Einheimischen: Ein Großteil der Bevölkerung spricht gutes Englisch, viele Touristiker sind sogar der deutschen Sprache mächtig. Weiters beheimatet Tromsø die nördlichste Kathedrale, die nördlichste Brauerei und die nördlichste Universität der Welt. Das Stadtzentrum von Tromsø liegt auf der Insel Tromsøya, welche durch den Tromsøysund vom Festland und den dortigen Stadtteilen und im Nordwesten durch den Sandnessund von der Insel Kvalsøya getrennt ist. Beide Meerengen sind Teil des Grötsunds.

Allzu oft wird die Gegend auch mit den weltberühmten Nordlichtern in Verbindung gebracht und gar darauf reduziert. Die Region hat aber sehr viel mehr zu bieten, primär die imposante Landschaft, geprägt von schroffen und sehr steilen Erhebungen und dem stets präsenten Meerwasser. Diese Kombination prägt die Gegend und bildet unzählige, malerische Kulissen. Grundsätzlich ist der Norden Norwegens sehr dünn besiedelt. Großstadtstress ade, dafür gibt es Natur pur. Auf Annehmlichkeiten wie leistungsstarkem Handyempfang oder ver­lässlicher Gesundheitsversorgung muss aber dennoch nicht verzichtet werden. Zwischen November und April herrscht raues Klima mit Temperaturen unter Null, auch im Hochsommer klettert das Thermometer selten über 20 Grad.

Schnee und Eis verleihen der Gegend aber einen zusätzlichen Reiz: Die Landschaft wirkt noch imposanter, das grenzenlose Weiß verleiht zusätzliches Flair. Die Hauptverkehrsrouten sind grundsätzlich von Schnee geräumt, Salzstreuung ist aber ein Fremdwort. Der Umwelt zuliebe. Norwegen hat ein hohes Umweltbewusstsein und große Wertschätzung gegenüber der Natur.

Verlässliches und winterfestes Fortbewegungsmittel war auf unserer Rundreise der Mazda CX30: Umfangreich ausgestattet, 140PS stark und mit umweltfreundlichem Kraftstoff befeuert. Dieses Benzin (sofern der Name überhaupt noch zutrifft) wird aus landwirtschaftlichen Abfällen produziert. Davor filtern die Pflanzen jahrelang CO2 und erst am Lebensende wird, per chemischem Prozess, in Kraftstoff umgewandelt. Im Fahrbetrieb ist kein Unterschied zum handelsüblichen Benzin bemerkbar. Im Gegenteil: Unser Testfahrzeug, ausgerüstet mit neuem, durchzugsstarkem 2,5 Liter-Motor und Automatikgetriebe, hinterließ einen sehr dynamischen, aber gleichzeitig sparsamen Eindruck. Trotz Temp­eraturen weit unter der Null-Grad-Grenze pendelte sich der Verbrauch bei rund sechs Liter pro hundert Kilometer ein. Ein sehr niedriger Wert, trotz guten Fahrleistungen und fordernden äußerlichen Bedingungen.

Ein empfehlenswerter Ausflug im Hinterland Tromsøs ist neben einer Polarlicht-Expedition auch ein Ausflug mit dem Hundeschlitten: Talentierte Gäste steuern den Schlitten und fünf motivierte Huskys selbst, was Dank einer gründlichen Einschulung kein großes Problem darstellt. Gerne übernimmt die Lenk- und Bremsarbeit (ja, es ist wirklich Arbeit, keine Spur von kaltem Körper, eher von Schweiß und leichter Anstrengung) auch ein erfahrener Guide, der Gast sitzt dann gemütlich am Schlitten und genießt die flotte Fahrt durch die unberührte Natur. Das Erlebnis beschränkt sich aber nicht nur auf die Rundfahrt, auch eine informative Führung durch die Zuchtstation ist im Programm inkludiert. Klar ist also, dass warme Kleidung zur Standardausrüstung für eine Reise in den Norden Norwegens gehört. Das kalte Klima steht außer Frage, einmalige Erlebnisse aus Ruhe, Natur, Land und Leute aber ebenfalls. Weiters ist eine Reise in die Gegend um Tromsø kein günstiges Vergnügen, aber dennoch jede norwegische Krone wert.

www.mazda.at

www.tromsotipps.de

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