Wer im Sommer mit dem Auto durch Europa reist, sollte neben der Route auch die Verkehrsregeln des jeweiligen Landes kennen. Sunny Cars hat neun ungewöhnliche Vorschriften zusammengestellt, die für Reisende mit dem Mietwagen relevant sein können.
Dänemark
Am Zebrastreifen gelten in Dänemark andere Regeln als in vielen anderen europäischen Ländern. Autofahrer müssen nicht automatisch anhalten, wenn Passanten noch am Straßenrand stehen. Vorrang haben Fußgänger erst, sobald sie den Überweg tatsächlich betreten haben. Dennoch gilt auch hier: Wer mit dem Mietwagen unterwegs ist, sollte vorausschauend fahren und im Zweifel lieber bremsen.
Frankreich
Frankreich ist für eine ungewöhnliche Vorschrift bekannt: Im Fahrzeug sollte ein unbenutzter Alkohol-Schnelltester mitgeführt werden. Ein fehlender Tester wird derzeit allerdings nicht mit einem Bußgeld geahndet. Für Reisende bleibt die Regel dennoch bemerkenswert und zeigt, wie unterschiedlich europäische Verkehrsvorschriften ausfallen können.
Griechenland
Das Smartphone sollte in Griechenland während der Fahrt besser außer Reichweite bleiben. Wer es am Steuer benutzt, muss mit einem Bußgeld von 350 Euro rechnen; zusätzlich kann der Führerschein für 30 Tage entzogen werden. Wird die Geldstrafe nicht innerhalb von zehn Tagen bezahlt, kann sich deren Höhe verdoppeln.
Auch beim Thema Alkohol gelten strenge Vorgaben. Die allgemeine Promillegrenze liegt bei 0,5. Wer alkoholisiert fährt, riskiert je nach Verstoß weitreichende Konsequenzen, darunter Fahrverbote von bis zu zehn Jahren.
Großbritannien
Eine Pfütze kann im Vereinigten Königreich mehr als nur nasse Kleidung verursachen. Wer beim Durchfahren Passanten mit Wasser bespritzt, kann wegen rücksichtslosen Fahrens belangt werden. In besonders schweren Fällen können Strafen von umgerechnet bis zu 6.000 Euro verhängt werden. Bei Regen empfiehlt es sich daher, Geschwindigkeit und Abstand zum Gehweg entsprechend anzupassen.
Italien
Italien kennt besonders strenge Konsequenzen für schwere Alkoholverstöße. Wer mit mehr als 1,5 Promille kontrolliert wird, muss je nach Fall mit hohen Geldstrafen, einer Haftstrafe und sogar der Beschlagnahmung des Fahrzeugs rechnen. Dieses kann anschließend zwangsversteigert werden. Auch nächtliche Geschwindigkeitsüberschreitungen können teuer werden: Zwischen 22.00 und 7.00 Uhr erhöhen sich bestimmte Strafzahlungen um ein Drittel.
Österreich
Auch ohne sichtbaren Blitzer kann eine Geschwindigkeitsüberschreitung in Österreich Folgen haben. Unter bestimmten Voraussetzungen dürfen Polizeibeamte eine Überschreitung von bis zu 30 km/h mit dem sogenannten „geschulten Amtsauge“ feststellen. Wer also auf eine freie Straße und einen fehlenden Radarapparat vertraut, sollte sich nicht in Sicherheit wiegen.
Portugal
Wer ein Bußgeld in Portugal nicht bezahlen möchte, riskiert mehr als einen späteren Zahlungsbescheid. Bei verweigerter Zahlung können die Behörden das Fahrzeug beschlagnahmen. Für Reisende mit einem Mietwagen kann aus einer vermeintlich kleinen Verkehrsstrafe damit rasch ein ernsthaftes Problem für die weitere Reise werden.
Schweiz
Die Schweiz zählt zu den Ländern Europas mit besonders strengen Sanktionen bei massiven Geschwindigkeitsüberschreitungen. Wer in einer Tempo-30-Zone mit mehr als 70 km/h unterwegs ist, muss mit gravierenden Konsequenzen rechnen, bis hin zu einer Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr. Ähnliche Regeln gelten bei Überschreitungen von mehr als 80 km/h über dem erlaubten Limit.
Weniger spektakulär, aber für Reisende ebenso interessant: Zwischen 22.00 und 7.00 Uhr sollte man Autotüren, Motorhaube und Kofferraum möglichst geräuscharm schließen. Unnötiger Lärm in der Nacht kann ebenfalls zu Problemen führen.
Spanien
Nach einem Strandtag sind Flipflops für viele Urlauber die naheliegende Wahl – auch für die Fahrt zurück zum Hotel. In Spanien sind sie am Steuer zwar nicht ausdrücklich verboten, können von der Polizei jedoch als Beeinträchtigung der sicheren Fahrzeugführung gewertet werden. In diesem Fall drohen bis zu 80 Euro Bußgeld.
Ähnliches gilt für einen Arm oder eine Hand aus dem geöffneten Autofenster. Dafür können rund 80 bis 100 Euro fällig werden. Auch ein verschmutztes Fahrzeug kann zum Problem werden, wenn etwa die Sicht durch die Windschutzscheibe beeinträchtigt oder das Kennzeichen nicht mehr lesbar ist. In solchen Fällen sind Strafen von bis zu 200 Euro möglich. Wer in Spanien tatsächlich einen Bußgeldbescheid erhält, sollte rasch reagieren: Bei Zahlung innerhalb von 20 Tagen wird die Strafe um 50 Prozent reduziert. Für eine entspannte Autoreise durch Europa lohnt sich damit ein kurzer Blick auf die lokalen Vorschriften. Denn manche Regeln sind nicht nur ungewöhnlich, sondern können bei Missachtung auch empfindlich ins Reisebudget schlagen.
Die Zusammenstellung von Sunny Cars zeigt, dass sich ein kurzer Blick auf die lokalen Verkehrsregeln vor Reiseantritt lohnt. Gerade bei Mietwagen können vermeintliche Kleinigkeiten sonst schnell zu einer unerwarteten Belastung werden




