Madeira betört mit seiner prächtigen Pflanzenwelt und seiner rauen Textur – hier gibt es viel zu erleben und zu entdecken.
Beim Anflug auf Madeira leuchten uns grüne Gebirgszüge und schroffe Felsen inmitten des blitzblauen Atlantiks entgegen – die Vorfreude auf die kommenden vier ereignisreichen Tage, in denen wir die Schönheiten der Insel kennenlernen werden, wächst.
Von Wien erreicht man Madeira komfortabel innerhalb von etwas mehr als vier Flugstunden. Derzeit bieten nur Wizz Air und Austrian Airlines Direktflüge an.
Wir starten sportlich: Frühmorgens fahren wir mit unseren Guides von „Harmony in Nature“ in die Berge. Auf dem Plan steht Canyoning. Dabei wandert man durch Bachverläufe und Schluchten hinab und taucht sprichwörtlich in die Natur ein. Nach etwa 45 Minuten Fahrt erreichen wir den Startpunkt im Ökopark von Funchal. Ausgestattet mit Neoprenanzügen, superrutschfesten Schuhen, Helm sowie Seilen und Karabinern wandern wir verschlungene Wege entlang zur Einstiegsstelle. Die Schlucht liegt nahe des Pico do Areeiro, einem der höchsten Gipfel des Archipels (1.818 Meter). Hier fließt der Ribeira das Cales durch die grün bewachsenen Hügel. Unsere Guides bewegen sich elegant wie Gazellen über Steine und Felsen das Bachbett hinab, während wir ihnen anfangs unsicher hinterherstolpern. Doch es wird glücklicherweise besser. Der erste Sprung in eines der natürlichen Wasserbecken gleicht einem Eisbad – jetzt sind wir definitiv munter! Beim ersten kleinen Wasserfall lernen wir uns sicher abzuseilen. Weiter geht es den Wasserverlauf entlang – wir springen und rutschen durch glasklares Nass. Die Strecke ist abwechslungsreich und bestens für Anfänger geeignet. Die Herausforderungen sind anspruchsvoll, aber nicht überfordernd und man hat genug Zeit, die wundervolle Umgebung zu genießen. Die größte Challenge ist ein 15 Meter hoher Wasserfall. Nach etwa zwei Stunden endet der Spaß mit einer letzten Rutschpartie. Absolute Empfehlung für Actionfans!
Am Nachmittag erleben wir einen besonderen Moment bei einem Ausflug aufs Meer mit einem Katamaran von VMT: wir beobachten aus sicherer Entfernung eine Gruppe Pilotenwale, die ruhig im Wasser treibt. Aufgrund der strengen, aber tierfreundlichen Beobachtungsregeln – höchstens zwei Boote und nur kurze Aufenthalte – bleibt es bei einer kurzen Begegnung. Anschließend geht es weiter zum Cabo Girão, dem mit 580 Meter höchsten Kap Europas und seinem berühmten Skywalk – einer Glasplattform mit spektakulärem Ausblick auf die steile Felswand. Der nächste Tag führt wieder in die Berge auf eine der berühmten Levada-Wanderungen, die Wanderlustige aus aller Welt anziehen. Levadas sind schmale Bewässerungskanäle, die teils schon im 15. Jahrhundert angelegt wurden, um die Bevölkerung im Tal mit sauberem Wasser zu versorgen und die Felder zu bewässern. Auch heute sind sie noch in Betrieb und aufgrund der üppigen Natur und der grandiosen Ausblicke beliebte Wanderstrecken. Es ist ratsam, möglichst früh loszugehen, da es später auf den schmalen Wegen mit vielen Wanderern eng werden kann.
Martha von „Adventure Kingdom“ führt uns durch exotisches Waldgebiet die etwa 5,3 Kilometer lange Levada do Rei entlang bis zu ihrem Ursprung, dem Ribeiro Bonito (Schöner Fluss). Neben duftenden Eukalyptusbäumen wachsen hier blaue und weiße Schmucklilien, Hortensien, Lorbeerbäume, Hei- dekraut, zahlreiche Farne und Maracujas – ein Fest für die Sinne. Der stetige Fluss des Wassers und das Vogelgezwitscher lassen die Anspannung des Alltags abfallen. Zwischendurch erhascht man einen Blick auf die grünen Gipfel der Umgebung und auf das Meer. An der Quelle, dem Ribeiro Bonito, angekommen sind wir verzaubert von diesem mystisch anmutenden Ort. Das Licht ist hier gedämpft, kaum ein Sonnenstrahl dringt durch das dichte Blattwerk. Uralte, von Flechten überwachsene Bäume und buschig bedeckte Felswände umgeben den Fluss und bilden das Ende der Strecke.
Nach zwei Tagen intensiver, körperlicher Ertüchtigung lassen wir uns bei einer Jeeptour mit Discovery Island über die Insel chauffieren. Wir starten mit einem Besuch der ersten Siedlung auf Madeira, Câmara de Lobos. Die bunten Boote in der Bucht verweisen auf die jahrhundertealte Fischertradition dieses charmanten Ortes. Danach geht es wieder hinauf in die Berge. Rumplige Straßen führen durch verwunschen wirkende Eukalyptuswälder. Oben auf dem erstaunlich weitläufigen Paul-da-Serra-Plateau empfangen uns eine Landschaft voller großgewachsener Heidekrautbüsche und atemberaubende Ausblicke auf die gebirgige Landschaft. Hier liegt auch der Fanal („Feenwald“), ein jahrhundertealter Lorbeerwald. Am Weg hinunter darf man sich die faszinierenden Felsformationen am Strand Ribeira da Janela nicht entgehen lassen. Mittags kehren wir in São Vicente in der Quinta Barbusano ein, einem madeirischen Weinproduzenten. Nach einer Führung durch den Weingarten mit anschließender Weinverkostung kommen wir in den Genuss eines traditionellen maderischen Mittagessens: Rindfleischspieß auf Lorbeerzweigen mit Beilagen und dem landestypischen Bolo do Caco (Knoblauchbrot).
Der letzte Tag bildet mit einer Führung durch die Hauptstadt Funchal, inklusive Verkostung des aromatischen Madeiraweines beim Produzenten Blandy’s sowie lokalen Pralinen von UaoCacau, den krönenden Abschluss der Reise. Wir verlassen die Insel mit unvergesslichen Eindrücken und der Erkenntnis, dass wir unbedingt wiederkommen müssen.
Mit freundlicher Unterstützung des Madeira Promotion Bureau.
www.visitmadeira.com
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www.madeira-adventure-kingdom.com
www.madeira-harmonyinnature.com/en
www.discoveryisland-madeira.com
www.vmtmadeira.com/en






© Simon Zino (1), Miguel Moniz (1), Luis Freitas (1), Tiago Sousa Desenquadrado (1), Francisco Correia (1), Madeira Promotion Bureau/Nelson Barros (1), Felix Roeser (1)
