Hoch über dem Ort wacht Schloss Vaduz über ein Land, das auf kleinem Raum außergewöhnlich viele Kontraste vereint: alpine Landschaften, zeitgenössische Architektur und die stille Eleganz eines traditionsreichen Fürstentums.
Mit einem herzlichen „Hoi“ werden wir begrüßt – eine schlichte, aber warme Geste, die uns nicht nur bei unserer Ankunft begegnet, sondern auch im beiläufigen Austausch auf den Straßen. So wird dieses kleine Wort schnell zu einem vertrauten Begleiter unserer Reise durch Liechtenstein.
Von Wien aus beginnt unsere Route im Nachtzug, der uns in kompakten Mini Cabins bis nach Feldkirch in Vorarlberg bringt. Von dort aus führt uns der Bus in 45 Minuten über die Grenze ins Fürstentum Liechtenstein, hinein in seine Hauptstadt Vaduz. Dort empfängt uns eine ruhige, entschleunigte Morgenstimmung. Die Stadt scheint langsam zu erwachen, vereinzelte Sonnenstrahlen brechen durch die Wolkendecke und lassen bereits die Wärme eines klaren Tages erahnen. Im Zentrum, der Fußgängerzone, dem sogenannten „Städtle“, offenbart sich ein vielschichtiges architektonisches Bild: Traditionelle, niedrige Häuser mit Satteldächern und feinen Details stehen im Kontrast zu moderner, minimalistischer Baukunst. Besonders markant treten dabei zwei Gebäude hervor: das kubische Kunstmuseum Liechtenstein mit Erweiterung der Hilti Art Foundation – dessen Besuch Kunstinteressierten auf jeden Fall zu empfehlen ist – sowie das Landtagsgebäude, seit 2008 Sitz der Regierung. Beide Bauten setzen selbstbewusste Akzente und unterstreichen das kulturelle wie politische Selbstverständnis des kleinen Staates.
Eingerahmt werden die Gebäude stets von dem faszinierenden Panorama schneebedeckter Gipfel im Hintergrund. Ein besonderer Blickfang eröffnet sich uns, sobald wir unseren Blick ein wenig nach oben richten: Auf einem Felsplateau über der Stadt thront das imposante 700 Jahre alte Schloss Vaduz, Wahrzeichen des Landes und Sitz der Fürstenfamilie. Da die Burg bis heute als Residenz des Landesfürsten dient, bleibt sie der Öffentlichkeit verschlossen. Ein etwa zwanzigminütiger Aufstieg lohnt sich dennoch: Schon aus der Nähe beeindruckt die historische Anlage mit ihrer markanten Präsenz, während wir zugleich mit einem weiten Blick über Vaduz und die umliegende Berglandschaft belohnt werden. Von hier oben wird spürbar, wie klein wir – und ebenso die Ortschaft zwischen den mächtigen Alpenzügen – sind und wie eindrucksvoll sich Natur und Architektur in dieser Kulisse verbinden.
Mehr über unsere Reise nach Liechtenstein lesen Sie in TD 2-2026!









