Nach Jahren des Wartens gelingt Simon Wagner bei der LKW FRIENDS on the road Jännerrallye powered by WIMBERGER der lang ersehnte Triumph. Der oberösterreichische Staatsmeister komplettiert damit seine nationale Erfolgsliste ausgerechnet bei seiner Heimrallye.
Zum 39. Mal eröffnete die LKW FRIENDS on the road Jännerrallye powered by WIMBERGER mit Start und Ziel in Freistadt die österreichische Rallyesaison. Der Klassiker im Mühlviertel zeigte sich auch heuer als kompromisslose Bewährungsprobe – winterlich, selektiv und geprägt von höchster fahrerischer Präzision.
Für Simon Wagner hatte diese Rallye eine besondere Bedeutung. Fünf Staatsmeistertitel, zahlreiche Siege und doch eine Lücke im persönlichen Palmarès: Ausgerechnet der Erfolg bei der eigenen Heimveranstaltung war ihm bislang verwehrt geblieben. Gemeinsam mit Copilotin Hanna Ostlender änderte sich das nun eindrucksvoll. Über 18 Sonderprüfungen hinweg dominierte Wagner das Geschehen, behielt in einem engen Sekundenkampf stets die Kontrolle und ließ sich auch von starkem internationalem Aufgebot nicht aus der Ruhe bringen.
Schon früh kristallisierte sich ein Duell zwischen Wagner und dem zweifachen Titelverteidiger Michael Lengauer heraus. Während Wagner von Beginn an die Führung übernahm, sorgte Lengauer mit einer eindrucksvollen Bestzeit auf der achten Sonderprüfung für zusätzliche Spannung. Doch selbst dieser Moment brachte den Spitzenreiter nicht aus dem Konzept. Mit kühlem Kopf und sicherem Rhythmus verteidigte Wagner seinen Vorsprung bis zum entscheidenden Finaltag.
Die Vorentscheidung fiel schließlich früh am Sonntagmorgen. Ein Reifenschaden warf Lengauer auf der ersten Sonderprüfung des Tages weit zurück und nahm dem Kampf um den Sieg die letzte Ungewissheit. Wagner nutzte die Situation souverän, setzte die Bestzeit und konzentrierte sich anschließend auf einen kontrollierten Auftritt bis ins Ziel. Der erste Jännerrallye-Sieg seiner Karriere war damit Realität.
Hinter Wagner entwickelte sich ein intensiver Kampf um die weiteren Podestplätze. Michael Lengauer behauptete sich trotz Drucks von Mads Østberg und Hermann Neubauer und sicherte Rang zwei. Der dritte Platz ging an den ehemaligen WM-Piloten Østberg, der Neubauer knapp auf Distanz halten konnte.
Gut lachen hat der Veranstalter ergo Obmann des Rally Club Mühlviertel, Christian Birklbauer: Der 40jährige lieferte mit seinen Vereinskollegen und hunderten freiwilligen Helfern eine perfekte Jännerrallye 2025. Rund 100.000 Zuseher erlebten eine Veranstaltung, die europaweit seinesgleichen sucht. Man darf gespannt sein, was sich die Veranstalter für vierzigste Ausgabe des Motorsport-Klassikers einfallen lassen und ob das hohe Niveau überhaupt noch gesteigert werden kann.







