Wie Österreicher gerne segeln

Österreichische Seglerinnen und Segler setzen 2025 auf Beständigkeit statt Entdeckungsdrang. Die Buchungsdaten der Plattform Boataround zeigen eine klare Konzentration auf vertraute Reviere, lange Planungszyklen und einen hohen Anspruch an Qualität.

Im Zentrum der Auswertung steht die deutliche Präferenz für die Adria. Ganze 76 Prozent aller österreichischen Buchungen entfallen auf Kroatien, das sich damit weiterhin als wichtigstes Segelrevier für Gäste aus Österreich bestätigt. Die Anreise erfolgt dabei häufig auf direktem Weg über die Straße bis in die Marinas, was die enge Verbindung zwischen Herkunftsmarkt und Destination zusätzlich unterstreicht. Deutlich dahinter folgen Griechenland mit 12 Prozent sowie Italien mit 5 Prozent. Weitere sieben Prozent verteilen sich vor allem auf die Balearen und die türkische Küste.

Die Analyse von Boataround, einer Plattform mit rund 27.000 Booten in 105 Ländern und mehr als 120.000 Kundinnen und Kunden weltweit, zeigt zudem ein verändertes Buchungsverhalten. Österreichische Crews planen früh: Das durchschnittliche Buchungsfenster liegt bei 187 Tagen. Diese lange Vorlaufzeit ermöglicht nicht nur eine größere Auswahl, sondern auch den Zugang zu höherwertigen Yachten, die frühzeitig vergriffen sind.

Parallel dazu verschiebt sich der Fokus klar in Richtung Qualität und Verlässlichkeit. Die durchschnittlichen Ausgaben pro Buchung liegen bei 2.802 Euro und damit über dem europäischen Vergleichsniveau, etwa Deutschland mit 2.465 Euro. Auffällig ist zudem die Reisezeit: Rund 60 Prozent der Segeltörns finden außerhalb der Hochsaison statt, bevorzugt in Mai, Juni sowie September und Oktober.

Auch bei der Wahl der Yachten zeigen sich konstante Präferenzen. Die klassische Segelyacht dominiert mit 65 Prozent der Buchungen, während Katamarane mit 21 Prozent spürbar an Bedeutung gewinnen. Besonders gefragt sind Modelle wie die Bavaria Cruiser 46, die Lagoon 42 oder die Bali Catspace. Insgesamt entfällt rund ein Fünftel aller Buchungen auf Yachten der Marke Bavaria.

Die Zusammensetzung der Crews bleibt dabei überschaubar. Im Schnitt gehen fünf Personen an Bord, nur 1,4 Prozent der Buchungen beinhalten einen Skipper. Das deutet auf ein hohes Maß an Eigenverantwortung und Segelerfahrung hin sowie auf den Wunsch nach Privatsphäre während der Reise.

Boataround wurde 2016 gegründet und hat sich seitdem zu einer internationalen Plattform für Yachtcharter entwickelt. Der kontinuierliche Ausbau des Angebots spiegelt sich heute in einer breiten Auswahl an Booten und Destinationen wider, bleibt in der Nutzung durch österreichische Kundinnen und Kunden jedoch klar auf wenige, etablierte Routen konzentriert.

boataround.com

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